DESIGN
PICTURE
Wunsch-Silvester

Schade, dass man sich nur zu Weihnachten etwas wünschen darf. Ich würde mir nämlich gern das perfekte Silvester wünschen. Ich bin kein Freund von buntem Trubel in den Straßen meiner Stadt, von Alkoholmissbrauch und knallendem, leuchtendem Lärm. Ich möchte weder zur einen, noch zur anderen Party, möchte nicht in die Stadt. Ich will keine Feierei, keine Rauferei, keine Tanzerei. Keine Drogen, keinen Alkohol, keine Kerle. Nichts dergleichen. Ich will keine Langeweile in der Familie. Ich will nur meine Ruhe. Ganz alleine ins neue Jahrzehnt starten. Mit einer Flasche Sekt und guter Musik, meinem Notizbuch, dem einsamen, weiten Meer. Wind und Stille rund herum. Nur ich und meine Gedanken. Das vergangene Jahr Revue passieren lassen, Ziele setze, Vorsätze machen, es genießen, ein weiteres Jahr überstanden zu haben. Zwölf Monate voller Erinnerungen. Ich will Voruteile vorbeiziehen lassen, den Ehrgeiz auf meiner Haut prickeln spüren, mich von neuen Ideen streifen lassen. Ich will ein neues Jahr ganz für mich alleine. Selbst, wenn das jetzt eingebildet und selbstsüchtig klingen mag. Ich will die Chance auf ein neues Jahrzehnt nutzen. Im frostigen Schneesturm stehen und den bunten Himmel beobachten. Ich will für mich alleine sehen, wie der Himmel in allen Farben der Welt aufbricht und mich in eine neue Jahreswelt blicken lässt. Ich möchte den Wirbelsturm der Zukunft in warmen Klamotten entgegentreten und mich nicht von ihm einschüchtern lassen. Zwei gleichstarke Gegner. Es ist Scchade, wenn der Wirbelsturm durch andere  aufgehalten wird. Oder andersrum... Durch wilde Tanzereien und wirre, vernebelte Gedanken werden die Wirbel wilder. Wilde Wirbel der Zukunft.

Wer erfüllt mir meinen Neujahrswunsch? Der Silvester-Mann? Mein Großonkel Silvester? Kater Silvester? Oder der Rausch, der meine Gedanken in pulsierenden Schlieren durch mein Blickfeld zieht, im Takt flackernder Tanzmusik?

2010... Ich komme...

 

29.12.09 16:39


Morgiger Tach

Bonjour, mes amis!

Ich wünsche euch allen besinnliche Weihnachten und falls ich nicht mehr schreibe, einen guten Start ins neue Jahrzehnt. Ich wünsche ecuh, dass ihr von eurer Mutti nicht angepflaumt werdet, weil ihr euer eigenes verdrecktes Zimmer 6 Stunden lang aufgeräumt habt anstatt das aufgeräumte Bad aufzuräumen, das ihr auch morgen noch in einer Stunde hinbekommt. Ich wünsche euch auch, dass eure Schwester euch nicht zur Schnecke macht, nur weil ihr einen Rat gegeben habt. Ich wünsche euch im Allgemeinen, dass ihr eure Familie umgepolt bekommt, damit  ihr alle gemeinsam besinnlich seid und du nicht der einzige Mensch in deiner Familia bist.

Wir lesen uns wahrscheinlich im Jahre 2010!

Dann wird durchgestartet mit einem Eintrag über Vorurteile...

Joyeux Noel, à tout le monde!

23.12.09 21:36


Fuddelkrams

Vorweg: Ich war krank. Grippe. Ohne Schwein. Ich konnte das Wochenende über einfach nichts für die Schule machen. Heute komm ich also wieder in diese überragende Bildungseinrichtung. Für Darstellendes Spiel muss ich bis spätestens Donnerstag mein Probentagebuch abgegeben haben, für Seminarfach morgen alle Protokolle, die ich einfach nie angefertigt habe und dann ist da auch noch der Französisch-Test über unregelmäßige Verben. Ich und besagte Verben stehen seit der siebten Klasse auf Kriegsfuß. Das sind über fünf Jahre purer Hass füreinander. Bis jetzt bin ich auch gut ohne konjugierte Verben durchgekommen. Das Nötigste hat man ja doch irgendwie gespeichert. Das hat bis jetzt immer für eine 3 gereicht, aber nun ist Schluss mit lustig, wie man an meiner 5 in der letzten Französisch-Arbeit gemerkt hat. Das Schlimmste daran ist, dass ich meine Charakterisierung super hinbekommen habe, wenn man der Lehrerin Glauben schenken darf. Ach, was! Und warum durfte ich dann die zweite Arbeit nicht mitschreiben, in der es schließlich um eine Charakterisierung ging?! Warum war meine Charakterisierung eine schnöde Hausaufgabe?! Hmpf. Aber nicht genug: Ich darf morgen meine wohlverdienten Freistunden damit verbringen, die aufgenommene Talkshow für den Deutschunterricht in ein ansprechendes Format zu ändern, da mein Papa beim Brennen nicht ganz auf der Höhe war. Aber ich kann's ihm nicht verübeln. Der gute Mann muss schließlich ständig Überstunden machen...

BAHH >_<

Vielen Dank nebenbei an Mucki, die so gut war, mir ihre Seminarfach-Mappe zu leihen.

8.12.09 17:01


Freezed?

Sie ist eiskalt. Sie treibt mir beinahe alle Emotionen aus dem Gesicht. Hass, Wut, Ärger... Die ekelhaften Gefühle bleiben und machen auch mich ganz kalt. Fast gefühllos. Ich rege mich im Stillen über sie auf ohne ihr mein Befinden lauthals schreiend kundzutun. Ich bin halt eingefroren. Da brodelt was in mir, aber man kann einen Eisberg ja auch nicht so schnell mit einem Feuerzeug zum Schmelzen bringen.
2.12.09 19:54


Samstag

Es ist komisch. Normalerweise bin ich Gegner von dem gewohnten alltäglichen Trott, der mir tagtäglich aufs Neue begegnet und den ich verabscheue. Routine. Aber ist gibt feste Bestandteile, Routinen, die ich nicht missen möchte: Die Pausen-Routine, die wöchentliche Moritz-Routine, Besuch vom Cousin mit Kaffee und sonderbaren Aktionen, die samstägliche Videothek-Routine.Wiederkehrende, wunderbare Routine...

Nicht letzten Samstag...

Ich war deprimiert und niedergeschlagen. Ich schlurfte lustlos durch die Gänge, streckte meine Hand aus, stockte, zog sie wieder zurück, nahm einen Film in die Hand, den ich gut fand, klemmte ihn mir unsicher unter den Arm und schlurfte weiter. Fehlender Enthusiasmus. Fehlendes unfehlbares Urteil, gepaart mit einem Lächeln, das zuverlässiger nicht sein kann. Daran lag's. Ich fackelte nicht lange, wurde ungeduldig, trieb meine Mutter an, schaute seufzend auf die Uhr. Ich hatte kaum Gefühl mehr in mir, glaube ich.  Ein bisschen Ungeduld, vermengt mit Wut. Das Verhältnis einer winzigen Pistazie in einer unlöffelbaren Pfütze Eiscreme. Ich wollte noch weg an dem Abend. Ich wollte die Filme nur, weil ich sie haben wollte, nicht um sie zu sehen, nur um da zu sein, wie jede Woche. Die wöchentliche Routine. Aber da war nichts von Routine. Schulterhohe Regale über die man zum Thresen schielen kann, dunkelbrauner Fußboden, den man anstarren kann, um nicht andere anzustarren. Gewohnt. Aber der Vorgang, der Verlauf, die waren anders. Ich lächelte einfach nicht. Ich scherzte nicht. Ich war nur da und das irgendwie leer. Ein Faktor fehlte. An dem Abend saß ich Zuhause. Mir fiel die Decke auf den Kopf. Ich war niedergeschlagen. Aber anstatt ins Cadilac zu fahren, ging ich ins Bett, weil ich einfach keine Energie hatte, die mir meine Routine sonst immer gab. Ich war enttäuscht und verwirrt, kaputt. Ich machte mir Sorgen um meine Routine und die mache ich mir immer noch. Am Samstag weiß ich mehr. Ich hoffe auf das seichte Lächeln. Auf meinen persönlichen Samstags-Antrieb, meine Routine.

30.11.09 16:09


Tussi

Ich stehe in letzter Zeit unglaublich auf Handcreme. Und letztes Wochenende habe ich mir aus dem Affekt heraus einen lila Lidschatten gekauft, weil auf dem Lidschatten Rentiere eingestanzt waren. Für Weihnachten. Ich bin wütend darüber, dass ich meine Nägel nicht lackieren Kann, weil die haut am Daumennagel so hässlich eingerissen ist und ich will nicht, dass sich das irgendwie entzündet. Ich bin letzte Woche die Wände hochgegangen, weil ich Desperate Housewives nicht gucken konnte und ich vergessen habe Papa anzurufen, damit er mir das aufnimmt. Gestern Abend bin ich sie wieder hinuntergeklettert, weil ich Desperate Housewives im Internet gesehen habe. Ich bin unzufrieden mit meinen Haaren. Ich liebe Frauenfilme!

Aber ich lese die Posaune mit Begeisterung, brülle durch die Gegend und fluche wie ein Weltmeister. Ich finde Unmengen von Schuhen wunderschön, würde mir sie aber niemals kaufen, weil es keine Chucks oder Vans sind. Alle meine Chucks sind vergammelt, dreckig und kaputt, meine Vans auch und trotzdem kann ich mich nicht von ihnen trennen. Meine Klamotten passen selten zusammen und obwohl ein roter Minirock von H&M in meiner Kommode liegt, bevorzuge ich die weite Gammeljeans von C&A. Ich gehe nie ohne Kapuzenpulli aus dem Haus!

Manchmal habe ich das Gefühl, ich wäre eine Tussi, aber dann betrachte ich mich und meine oftmals kaputten Klamotten im Spiegel und bin froh darüber, dass ich es nicht bin. In mir stecken Tussizüge, aber die stecken in jedem und solange man keine Vollbluttussi ohne Charakter ist, geht das auch total fit.

 

Produkt einer langweiligen Freistunde, um Zeit totzuschlagen.

25.11.09 10:58


Entweder oder

Der Geruch von Aprikosenjoghurt steigt mir in die Nase. Der Rechner summt verführerisch und die langweilige blaue Schrift auf dem weißgraunen Klimaschutzpapier flimmert wütend tanzend. Ich kneife die Augen zusammen und versuche mich zu konzentrieren, doch es ist spannender dem Vogel beim Fressen zuzusehen. Es ist spannender auf meine weiße Wand zu starren, auf die dreckigen Rollos, auf meine denkende Denker. Nützlicher wäre es für die morgige Biologieklausur zu lernen oder die Englisch-Hausuafgaben zu machen. Stattdessen springe ich auf und lege eine Schicht Make-up auf. Ich werde mit zu meinen Großeltern fahren und danach in die Videothek, aber als ich das Cremerouge auf meine Wangen gebe, komme ich zur Besinnung. Wer nicht lernt, bekommt auch keine guten Noten und wer keine guten Noten bekommt, der bekommt kein Abi, und wer ken Abi bekommt, der- Da sieht man es doch schon! Entweder eine Stunde für die Fotosyntheseöesitung von Sonnen- und Schattenpflanzen opfern oder gammeln und die Zukunft in den Sand setzen? Würde ich es nicht so drastisch formulieren, würde ich niemals meine Bio-Mappe in die Hand nehmen... Ich mache mich also nun ans Werk... Nachdem ich noch ein wenig meiner Kreativität freien Lauf lasse.
22.11.09 18:52


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]

Gratis bloggen bei
myblog.de