Das Basti's

Wer Ruhe vor den Eltern sucht, die Schule hinter sich lassen will, um einfach nur zu sein, der geht ins Basti's. Keine Kneipe, kein Café. Eine runtergekommene Hochhausbude an der Alexanderstraße, in der zig Jugendliche rumlungern, um dem Alltag zu entfliehen, um zu malen, Musik zu hören, zu rauchen, zu reden und zu sitzen. Wer aufräumt, ist ein Held. Wer einem anderen die Cap wegnimmt, ist wochenlang der Doofe. Aber nur manchmal. Kommt drauf an. Man könnte das Basti's als Auffangstätte ansehen, als einen Platz, an dem jeder herzlich willkommen ist, wo man unterstützt und nicht verurteilt wird, als eine Institution, in der jeder einfach nur das tun kann, was er möchte. Oder man sieht das Basti's als Drecksloch an, als sonderbaren Ort ohne Wohlfühlfaktor, als einen Ort des Rumlungerns, heruntergekommen und besetzt von zweispältigen Gestalten. Jeder, wie er möchte. Aber eines muss man dem Basti's lassen: Es fängt in jedem Fall auf. Ob auf falsche oder richtige Weise, muss jeder selbst entscheiden. Trotzdem sollte man vor dem Basti's deshalb irgendwie den Hut ziehen.

Und das Klingelzeichen nicht vergessen!

13.6.09 17:33

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